PLANET & UMWELT

Natürliche Rohstoffe bilden seit jeher die Grundlage für unsere Produkte. Damit wir auch in Zukunft natürliche Produkte von höchster Qualität in einem lebenswerten Umfeld anbieten können, versuchen wir Umwelteinflüsse, die im Rahmen der Saftproduktion entstehen, bestmöglich zu optimieren.
 

Nachhaltiger Saft

Eckes-Granini bezieht Früchte und Gemüse aus der ganzen Welt – immer dort, wo sie von Natur aus am besten wachsen. Dabei steht neben hoher Qualität und bestem Geschmack der nachhaltige Anbau unserer Rohstoffe im Fokus. Unser Ziel ist es, dass spätestens 2030 100% unserer Säfte und Pürees ausschließlich aus nachhaltig angebauten Früchten hergestellt werden. Im Jahr 2020 lag der Anteil nachhaltiger Früchte bei Eckes-Granini bereits bei 47 %. Unsere wichtigste Frucht, die Orange, beziehen wir bereits komplett aus nachhaltigem Anbau (nach Mengenbilanz*).

Wir kümmern uns seit jeher aktiv um die beständige Optimierung der verschiedenen Bereiche in unserer Lieferkette und arbeiten Hand in Hand mit unseren Zulieferern und verschiedenen Organisationen. Im Rahmen der Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsinitiative „The Sustainable Trade Initiative“ haben wir im Februar 2019 die „Sustainable Juice Covenant“ Vereinbarung unterzeichnet. Damit haben wir uns dazu verpflichtet, Nachhaltigkeit entlang unserer Lieferkette, bis hin zum Obstanbau, sicherzustellen. Unsere Orangen beziehen wir von brasilianischen Zulieferern, die allesamt den „Code of Business Conduct of Fruit Juice Industry“ der AIJN unterschrieben haben. Die dortige Arbeitssituation wird also regelmäßig auditiert und zertifiziert. Zudem stellen wir sicher, dass jeder, der in die Herstellung unserer Produkte eingebunden ist, mit Fürsorge, Respekt und Fairness behandelt wird. Das sichern und prüfen wir außerdem über unsere Nachhaltigkeitskriterien für die Erzeuger, die mindestens dem Bronze-Level des „Farm Sustainability Assessment“ (FSA) der „Sustainable Agriculture Initiative Platform“ (SAI) entsprechen. Darüber hinaus erfüllen die verarbeitenden Betriebe vor Ort soziale Standards, die durch eine unabhängige Zertifizierungsstelle regelmäßig überprüft werden.

* Unsere Rohwaren beziehen wir nach dem sogenannten Mengenbilanz-Modell. Das bedeutet, dass die eingekaufte Menge nachhaltig angebauter Orangen entlang der Lieferkette mit konventionell angebauten Orangen vermischt wird. Eine geschlossene Rückverfolgbarkeit ermöglicht es nachzuvollziehen, dass die Menge, die aus nachhaltiger Landwirtschaft stammt und ins System eingeführt wird, mit unseren verarbeiteten Mengen übereinstimmt. Durch dieses Modell werden nachhaltig angebaute Früchte bezahlbar gemacht und es ermöglicht, dass sich immer mehr Erzeuger einem nachhaltigen Anbau anschließen.
 

Klimaschutz

Neben vielen anderen negativen Auswirkungen birgt die zunehmende Erderwärmung massive Risiken für die Landwirtschaft. Dabei hängt der Erfolg von Eckes-Granini maßgeblich vom Frucht- und Gemüseanbau ab. Umso mehr fühlen wir uns als Unternehmen dazu verpflichtet, im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu handeln. Es ist notwendig, die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dazu gehört für uns, dass wir Schritt für Schritt klimaschädliche Treibhausgase, die direkt oder indirekt durch unsere Geschäftsaktivitäten verursacht werden, über eine Vielzahl an Maßnahmen reduzieren oder gar vermeiden. Durch die Modernisierung von Anlagen, den Bezug von Ökostrom, die Verwendung von recyceltem PET und die Gewichtsreduktion bei Verpackungen sowie die Reduzierung des Treibstoffverbrauchs in der Logistikflotte verringern wir seit Jahren unseren CO2-Fußabdruck. Wo das nicht geht, kompensieren wir nach Scope 1 und 2.

Seit 2019 wirtschaften wir in unseren eigenen Werken CO2-neutral nach Scope 1 und 2. Wir vermeiden und reduzieren Emissionen wo und wann immer möglich und beziehen Strom aus erneuerbaren Energien. An unseren deutschen Standorten gleichen wir in Kooperation mit Climate-Partner über ein zertifiziertes Projekt in Brasilien unseren CO2-Fußabdruck nach Scope 1 und 2 aus und nach Scope 3 die Emissionen, die wir direkt beeinflussen können, wie zum Beispiel Mitarbeitermobilität, Geschäftsreisen, Wasserverbrauch und Emissionen durch verursachte Abfälle. Auch unsere Logistik tut „viel für weniger“ und hat bereits zahlreiche Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgas- Emissionen in Lager- und Logistikprozessen umgesetzt. Darunter zum Beispiel Integration von flüssiggasbetriebenen (LNG) LKWs in die eigene Logistikflotte, Transportraum-Sharing oder jüngst eine Kooperation mit DB Cargo, die innerdeutsche Transporte im Kombiverkehr auf die Schiene verlagert. So konnten seit 2012 bereits rund 36 % der logistikbezogenen Treibhausgas-Emissionen eingespart werden. Als erstes Unternehmen in Deutschland sind wir für unsere Erfolge 2021 mit dem 3rd Star der Initiative „Lean & Green“ von GS1 Germany zertifiziert worden. 

Um unserem langfristigen Ziel der Klimaneutralität nach Scope 3 und auf Produktebene näher zu kommen, haben wir uns für 2022 ambitionierte Ziele gesetzt. Mit den sogenannten Science Based Targets (SBT) möchte Eckes-Granini seinen Beitrag dazu leisten, dass die globale Erderwärmung entsprechend der Ziele des Pariser Klima-Abkommens auf maximal 1,5 Grad beschränkt wird. Ein umfassender Aktionsplan beschreibt die Umsetzung der gruppenweiten Eckes-Granini SBT-Reduktionsziele. Darüber hinaus wird Eckes-Granini 2022 die ersten klimaneutralen Produkte einführen. Die komplette Umstellung auf klimaneutrale Produkte ist das langfristige Ziel.

Verpackung

Wir bei Eckes-Granini machen uns kontinuierlich Gedanken, wie wir unsere hochwertigen Säfte und Nektare ideal verpacken können. Und zwar so, dass sowohl die Vitamine und Aromen optimal geschützt sind, aber auch Umwelt sowie Ressourcen bestmöglich geschont werden. Unser Ziel ist es, die Wertstoffkreisläufe zu schließen. 

Bereits heute sind alle unsere PET-Flaschen zu 100 % recycelbar und ein Großteil unserer Flaschen bestehet aus 100 % recyceltem PET (r-PET). Wir setzen auf die Verringerung von Gewicht und konzentrierte Produkte, um Verpackungsmüll und CO2 beim Transport zu sparen. In den kommenden Jahren wollen wir zudem die Mehrwegquote unserer Produkte steigern. Bereits seit Mitte 2021 hat Eckes-Granini Deutschland alle Marken sukzessive ins Pfandsystem integriert, denn wir sind überzeugt: die Erweiterung der Pfandpflicht auf Saft und Nektar ist ein längst überfälliger Schritt auf dem Weg zu geschlossenen Kreisläufen und nachhaltigeren Verpackungslösungen. Das gesetzliche Saftpfand tritt zum 1. Januar 2022 in Kraft. 

Die Produkte unserer größten Marke hohes C werden seit diesem Jahr in Flaschen aus 100 % recyceltem Plastik (r-PET) abgefüllt. Das spart pro Jahr mehr als 4.000 Tonnen Neu-Plastik – und 8.000 Tonnen CO2. 100% r-PET bis Ende 2022 für alle weiteren EGD-Marken ist unser Ziel. Insgesamt sparen wir mit der Umstellung unserer Marken auf 100 % r-PET unternehmensweit rund 9.000 Tonnen Neuplastik pro Jahr, das nicht neu aus Erdöl hergestellt und in den Wertstoffkreislauf eingebracht wird. Für einen großen Teil der PET-Flaschen setzt Eckes-Granini Deutschland (allen voran die Marke hohes C) übrigens auf ein Verfahren, das seinen Ursprung in der Pharma-Industrie hat: die sogenannte Plasmax-Barrieretechnologie. Wir sprechen bei hohes C auch vom „Vitamintresor“. Hierbei wird die Innenseite der PET-Flasche mit einer hauchdünnen, reinen Glasschicht veredelt, die den Inhalt zuverlässig schützt und sich im Recyclingprozess problemlos auswaschen lässt.